Dienstag, 14. Oktober 2014

Dr. Luigi & Schwester Peach - Cosplay




So ein neuer Post und heute auch mal eine neue Kategorie hier bei Nerdy Crafts: Cosplay !!!. Der letze Post liegt ja etwas zurück, aber wir haben fleißig an einem Projekt gearbeitet: unser erstes gemeinsames Cosplay. Terrorpuschel macht ja Cosplay schon etwas länger, für mich war es das erste Mal aber ich wollte es mir mal ansehen. Ziel war es, ein gemeinsames Cos für die Frankfurter Buchmesse am 12. Oktober zu machen, da blieb nur leider nicht viel Zeit für ein aufwändiges Cosplay. Außerdem wollte ich erst mal was Kleines um Cosplay-Luft zu schnuppern. Wir hatten ein, zwei Ideen darunter z.B. Zelda und Link im Rockabilly Stil. Als wir eines Abend den NES Remix 2 auf der Wii U gespielt haben kam uns dann DIE Idee: Wir machen Dr. Mario und Schwester Peach! 
Der ersten Schritte bei einem Cosplay sind: Vorlagen sichten und eine To-do bzw. to-sew-Liste schreiben. Als wir uns die Vorlagen angesehen haben, wollte ich dann doch Dr. Luigi machen, da er einfach besser zu mir passt. Da Dr. Luigi als ein Remake des NES Klassikers Dr. Mario auf der Wii U Anfang 2014 erschien, war das auch kein Problem. Das Spiel war sozusagen der Abschluss des Year of Luigi Events von Nintendo. Außerdem trägt Luigi seine Mütze, was einen hohen Wiedererkennungswert hat, das war mir für mein erstes Cos schon wichtig.

Vorlage für Dr. Luigi und daneben Dr. Mario:





Peach kommt ja in dem Game nicht richtig vor, aber es gibt sie als Schwester Peach  in der Spieleanleitung vom NES Spiel, wo sie allerdings noch Toadstool heißt. Eigentlich würde Daisy ja besser zu Luigi passen aber als sich Pasels für Luigi umentschieden hatte, war die blonde Perücke und der pinke Stoff schon bestellt. Egal, dann haben wir eben ein „verbotenes“ Pärchen *zwinker zwinker*. Vorlage zu Peach war folgendes:


 


Nun zu der  To-Do Liste:


Dr. Luigi



- braune Schuhe (Fand ich zufällig im Aldi)

- weiße Hose (Amazon)

- weißer Arztkittel mit großen weißen Knöpfen (Kittel selbstgenäht, Knöpfe von Amazon)

- weiße Handschuhe im Luigi-Stil (Maskworld)

- weißes Hemd (C&A)

- grüne Krawatte (Amazon)

- schwarzen Schnurrbart (selbstgemacht)

- Stethoskop (Amazon)

- Luigi-Mütze (Amazon)



Schwester Peach



- Pinke Sandalen (Kleiderkreisel)

- Pinkes Kleid im Schwesternstil (selbstgenäht)

- blonde Perücke (Ebay)

- blauen Ohrringe (selbstgebastelt)

- Schwesternhäubchen in pink (Selbstgemacht)

- falsche Wimpern und Lippenstift in pink



Accessoires



- 2 Stoff-Pillen (selbstgenäht)

- Klemmbrett mit Viren (Amazon)

- Lupe (Amazon)



Den Stoff zum Nähen haben wir bei Butinette bestellt. So nun wissen wir was wir zu tun haben. Eigentlich bin ich ja mehr dafür,  so viel es geht selber zu Nähen und zu Basteln aber erstens war die Zeit war knapp zweitens lohnt es sich zum Beispiel nicht eine Hose selbst zu nähen, außer es ist natürlich was Besonderes wie zum Beispiel der Mantel.


Ladys First: Das Schwester Peach Cosplay


Als erstes habe ich mich an das Kleid gemacht. Der Oberstoff ist pinker Stretch-Satin und das Futter ganz normaler Futterstoff. Nachdem das Probeteil endlich so passte wie ichs wollt konnte ich ein passendes Schnittmuster erstellen:




Dann die Teile aus Oberstoff und Futter zuschneiden:


Auf den Kragen habe ich schon Vlieseline aufgebügelt (das ist das weiße was man sieht) damit er etwas fester wird. Dann werden die Teile für das Futter und die Teile aus dem Oberstoff zusammen genäht. Am Rücken wird jeweils Platz gelassen für einen Reißverschluss. Man erhält praktisch zwei Kleider, links Futter – rechts Oberstoff:


Im Oberstoff lässt man auf Taillenhöhe ein Stück offen, dort wird der Gürtel vernäht:



Ich habe meinen Taillenumfang ausgemessen und einen Streifen Stoff mit der Taillenlänge und der doppelten Breite ausgeschnitten, rechts auf rechts zusammengefaltet und abgesteppt:



Dann auf die rechte Seite gewendet und so gebügelt, dass die Naht in der unteren Mitte liegt:



Den Gürtel habe ich dann von rechts in die offene Naht gelegt. Die Naht wird nun von innen geschlossen, dabei wird der Gürtel mit eingefasst. Am Rücken kann man den Gürtel einfach an das Ende des Rückenteils steppen. Hier wird er automatisch mit dem Reißverschluss eingefasst.

Die beiden Kragenteile werden rechts auf rechts miteinander vernäht, die innere Naht bleibt offen.



Den Kragen auf rechts wenden und in Form bügeln. Nun den Kragen zwischen das Futter und den Oberstoff legen, feststecken und annähen. Alles wieder richtig drehen und gut bügeln:



Dann habe ich schnell ein Schnittmuster für die Taschen gemacht und ausgeschnitten:



Der Oberstoff ist 2 cm länger und das Futter 2 cm kürzer. Erst die gerade Seite miteinander vernähen, dann beide Teile rechts auf recht legen, absteppen, dabei ein kleines Stück zum Wenden auslassen. Taschen wenden und in Form bügeln und tadaaa:





Einmal von vorne und von hinten. Die 2 cm sind dafür da, dass man das Futter nicht gleich sieht. Perfektionismus und so *fg*.

Soooo, was fehlt noch? Achja der Reißverschluss ! Diesen habe ich zwischen Futter und Oberstoff eingenäht, dabei habe ich aufgepasst, dass ich den Kragen nicht mit einfasse.



Er ist unten nicht ganz sauber eingenäht aber darüber sehe ich mal hinweg. Die Ärmel habe ich wie die Taschen mit dem 2 cm Unterschied zugeschnitten, aus dem gleichen Grund. Hier wird’s etwas tricky, hoffe ich kann gut beschreiben was ich gemacht habe. Und zwar nehme ich den Ärmel, biege Oberstoff und Futter ein Stück um sodass es rechts auf rechts zusammenliegt, dann greife ich unten zwischen Futter und Oberstoff in das Kleid, schnappe mir das Stück Ärmel was rechts auf rechts zusammen liegt, ziehe es durch das Kleid nach außen, so dann noch den gesammten Ärmel rechts auf rechts zusammenstecken, abnähen und den Ärmel wieder „zurück stecken“. Man muss es einfach ausprobieren dann weiß man was ich meine ^^ (oder ich mache später einfach mehr Bilder zu diesem Schritt…)
Den Saum habe ich einfach umgebügelt, das beim Futter zweimal eingeschlagen und festgenäht. Fertig ist das Schwesternkleid:




Nun zum Schwestern-Häubchen. Als Basis für Hüte etc. nehme ich immer Karton. Daraus schneide und tackere ich mir immer erst eine Form:





Das runde Teil und das was außen hinkommt fertige ich separat, die Schritte sind bei beiden gleich.

Als erstes Klebeband:



Dann eine Schicht Volumenvlies, damit die Form schöner wird:



Dann wird der Stoff aufgespannt, am besten faltenfrei (Klappt gut bei Stoffen mit einem elastischen Anteil, bei festen Stoffen ist das fast unmöglich)



Und mit der Hand fest genäht:



Das gleiche Spiel mit dem äußeren Teil. Klebeband und Volumenvlies anbringen. Den Stoff kann man bei geraden Teilen 2 Mal ausschneiden, rechts auf rechts absteppen, wenden und drüber ziehen, dann sind die Kanten schöner. Dann noch mit Hand auf das runde annähen:



Wenn man es innen auch schön haben möchte *hust* Perfektionismus *hust* dann schneidet man erst mal alles Unnötige weg…

Vorher:



Nachher:



…nimmt ein Stück Futter…



…und näht es innen passend rein:



So sieht es schön sauber aus *zufrieden bin*. In diese Naht kommen eigentlich auch noch zwei Gummischlaufen, die hatte ich jedoch vergessen und dann halt nachträglich eingenäht, auch nicht schlimm.

Schlimm war allerdings, dass ich mich bei der Größe etwas überschätzt habe und erst bei der Anprobe bemerkt habe, dass sie viel zu große ist, also das ganze Spiel nochmal nur im Schnelltempo und etwas abgewandelt und natürlich kleiner !!!

Hier die zwei im Vergleich:




Bei den Ohrringen habe ich Teile aus alten Ohrringen genommen…
 


..einen Verschluss zusammengebogen…


…und in eine Styropor-Kugel mit 5 cm Durchmesser gesteckt…



und diese mit blauer Acrylfarbe angemalt:



Fertig sind die großen blauen Ohrringe von Peach!



Die Schuhe waren aus erster Sicht ein richtiger Glücksgriff weil sie der Vorlage super entsprechen, leider hatten sie jedoch einen kleinen Farbunterschied zum Kleid:



Sie waren richtig grell lachsfarben, also habe ich mit pinke Stoffmalfarbe und Schwämmchen besorgt und die Schuhe mit der Farbe betupft. Das hat erstaunlich gut funktioniert und nach der 3. Farbschicht sahen sie auch richtig gut aus (*Note-to-self: Das nächste Mal Farbe für dunkle Stoffe holen, die deckt besser…)



Wenn die Farbe richtig durch getrocknet ist, macht ihr auch Regen nichts mehr aus.

Die Perücke war passend, musste nur noch den Ingo-Appelt-Gedächtnis Pony zu Recht schneiden.

Das Schwester Peach Cosplay ist fertig, jetzt kommt noch das Kostüm vom Doktor.



Doktor Luigi Cosplay


Die Hose, Schuhe, das Hemd, die Krawatte und die Mütze hatten wir ja bestellt. Den Mantel wollten wir selber nähen. Dazu haben wir weißen Baumwollstoff genommen. Den Schnitt haben wir von einer gut sitzenden Jacke abgenommen, in Mantelform abgeändert und ein Probeteil erstellt. Nachdem das gepasst hat habe ich mich an den richtigen Stoff gemacht.

Das Schnittmuster für Ärmel, Vorder- und Rückenteil:


Alle Teile ausschneiden und zusammennähen. Bei den beiden Rückenteilen habe ich einen Schlitz gelassen und gut versäubert:



Vorne und hinten sehen dann so aus:



Dann habe ich vom Schnittmuster des Vorder- und Rückenteils den Besatz ausgeschnitten. Der Besatz dient dazu dass die Knopfleiste zum einen stabiler wird und zum anderen sieht es schöner aus wenn man den Kragen umschlägt.




Wieder alles aus Oberstoff ausschneiden:



Und zusammennähen:



Vom Kragen habe ich leider kein Bild gemacht, ist aber genau so konstruiert wie der vom Kleid: zwei Teile ausschneiden, rechts auf rechts absteppen, wenden, bügeln und zwischen Oberstoff und Besatz einfassen. Dann noch die Säume versäubern.



Die Knöpfe haben wir ja so bestellt (Durchmesser 5 cm):



Die Oberfläche war zum Lackieren zu glatt, also habe ich sie mühevoll mit einem Schmirgelpapier abgeschliffen und mit mehreren Schichten Acrylfarbe bestrichen (*Note-to-self: Nächstes Mal mit Lack besprühen, die Farbe trocknet matt):



Jetzt fehlen nur noch die passenden Knopflöcher und tadaaa, der Arztkittel ist fertig:




Die Handschuhe hatten wir ja bestellt. Leider sahen die dämlich aus, weil sie einfach viel zu groß waren. Gelöst haben wir das so: Die Handschuhe werden auf links gedreht, Pasels hat seine Hand drauf gelegt, dann mit einem Stift die Konturen zeichnen und mit der Maschine entlang nähen:



Dann einfach das was zu viel ist, abschneiden, wieder auf rechts drehen und der Handschuh passt wunderbar! Hier sieht man den Unterschied:



Der Bart war das einfachste vom ganzen Cos. Man braucht mit Filz und Doppelseitiges Klebeband Ich habe die Form des Bartes aus schwarzem Filz ausgeschnitten…



… ich habe zwei ausgeschnitten, weil es immer besser ist einen Ersatz-Bart dabei zu haben, falls der erste abfällt.

Dann habe ich die eine Seite vom Klebeband abgezogen und den Bart auf die klebende Seite gelegt:



Dann am Filz entlang schneiden und man hat einen selbstklebenden Bart !!!



Doppelseitiges Klebeband hält zwar nicht ewig, Pasels hat für den ganzen Tag schon beide Bärte verbraucht aber es geht halt ziemlich schnell und man zieht sich ned die oberste Hautschicht mit ab.



Accessoires


Für das Klemmbrett habe wir die drei Viren aus dem Game mit Bezeichnung ausgedruckt und mit ein paar leeren Blättern rangeklemmt. Nur ein Blatt auf dem Klemmbrett würde doof aussehen.



Bei der Lupe haben wir eines der Viren klein ausgedruckt, ausgeschnitten und angeklebt:





Puuuh, fast geschafft, fehlen nur noch die Pillen. Die sind ganz einfach aus 2 Kreisen und einem Zylinder konstruiert. Die zwei farbigen Quadrate näht man erst zusammen und dann zu einem Zylinder. Dabei nicht vergessen eine Lücke zum Wenden und Stopfen übrig zu lassen. An die offenen Enden kommt nun ein Kreis um das Ganze zu schließen:



Dann wird gewendet und man bekommt zwei schlaffe Pillen:



Diese haben wir mit Füllwatte richtig fest gestopft und in Form gedrückt und voila, nun haben wir zwei Pillen:





Sooo, nun haben wir alles für unser Cosplay zusammen, das Ganze in Aktion sieht dann so aus:








Also für das erste Mal hatte ich echt Spaß und ich denk es wird nicht mein letztes Cosplay bleiben. Ich habe da auch schon ein paar Ideen was ich machen möchte. Mir hat es auch viel Spaß gemacht, auch wenn es ziemlich ungewohnt war als blonde Plastikbarbie rumzulaufen. Jetzt ist ja erst mal Convention-Winterpause, sobald es nächstes Jahr wieder weitergeht werden ihr es natürlich wie gewohnt hier im Blog erfahren. Um die Zeit zu überbrücken werde ich meine „alten“ Cosplays hier vorstellen.


Bis dahin, liebe Grüße

Terrorpuschel und Pasels


Sonntag, 12. Oktober 2014

Frankfurter Buchmesse 2014



So gerade frisch zurück von der Frankfurter Buchmesse. Es war das erste Mal, dass wir ein Partner Cosplay gemacht haben. Für Pasels war es gleichzeitig das erste Cosplay und die erste Convention. Ich war ja noch so Jungfräulich! Hier geht’s zu den Bildern die wir heute von all den tollen Cosplayern gemacht haben:


Wir hatten eine Menge Spaß und viele coole Leute kennen gelernt, die verlinken wir hier gleich mal:



Viel Spaß mit den Bildern!

Zum Abschluss will ich noch ein Fazit von meiner ersten Convention geben. Ich hatte echt riesen Spaß: Viele nette Leute, eine tolle Atmosphäre und gute Laune haben mich echt in ihren Bann gezogen.  Es war schön, so viele zu sehen die an ihren Cosplays Spaß hatten und wie viel Arbeit teilwiese hinter manchen Cosplays steckt. Ich plane auf alle Fälle schon mein nächstes und bin nun richtig im Cosplay-Fieber. Ich man sieht sich vielleicht auf der einen oder anderen Convention wieder.
Mein Fazit fällt ebenfalls positiv aus, nicht das erste  Cosplay/Convetion dafür aber die erste Buchmesse. Viele Bücher habe ich nicht gesehen dafür viele nette Cosplayer kennen gelernt. Allerdings hätte sich die Sonne auch mal länger blicken lassen können, aber selbst das war aushaltbar. Alles in alle sehens- und besuchenswert *thumbs up*

Euer Team von Nerdy Crafts
Terrorpuschel & Pasels

PS: Der Post zu unserem Dr. Luigi und Schwester Peach Cosplay kommt die Tage auch noch.

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Cooking Gamer 3 – One Piece Curry




Heute ist mal wieder Zeit für was Leckeres zu Essen. Beim ersten Mal waren wir ja im Pilzkönigreich, das zweitemal in Kalos und für die 3. Folge geht es heute auf die Grandline, genauer gesagt zu dem Meisterkoch der Strohhutbande: Schwarzfuß Sanji aus One Piece…“aber ist One Piece nicht ein Anime und das ganze heißt Cooking Gamer? Seit ihr nach den 2 Posts schon so inkonsequent???“ Könnte man nun meckern. Ja gut One Piece ist in erster Linie ein Anime/Manga, aber hey es gibt auch genügend Games von der Serie und das ganze heißt Nerdy Crafts also denken Wir…das geht klar.



Also dann mal zur Idee: Es gibt in One Piece die Folge 133: „Wenn Köche träumen“. Storytechnisch ist das kurz nachdem die Strohhüte Alabasta verlassen haben und weiter segeln. Sie geraten in einen dichten Nebel und segeln knapp an einem Marineschiff vorbei. Oben an der Reling sehen sie einen Küchenjungen namens Tajio.



Tajio erschrickt über das Piratenschiff und fällt mit seinem Topf in das Wasser. Die Strohhüte ziehen ihn raus. Anfangs feindet er sie an, da sie eben Piraten sind, aber als er Sanjis Consommé probiert erkennt er was für ein Spitzen Koch Sanji ist. Tajio erzählt, dass er ein Küchenjunge auf dem Marineschiff ist und beim Putzen den Topf mit Curry umgestoßen hat.



Sein Chef meinte daraufhin, dass es kein Problem sei, wenn er einen neuen Topf kochen würde. Doch da er noch nie ein Curry gekocht hat, zweifelt er daran und bittet Sanji es ihm zu zeigen. Daraufhin bring Ruffy, Sanji und Tajio zurück aufs Marineschiff wo sie sich in die Kombüse schleichen und Ruffy das Schiff erkundet. Tanjio zeigt Sanji die Überreste des Currys. Er erklärt, dass sein Küchenchef ihm nie was gezeigt hat, er musste sich alles selbst beibringen oder zusehen wenn sein Chef kochte. Dann folgt noch ein bisschen Gerede und wir sehen das erste Mal einen Teil unserer Zutaten: 


Die Zutaten sind:
Mehl
Buttermilch
2l Brühe (Wir haben Instant-Brühe genommen, natürlich geht es auch mit selbstgekochter Brühe)
Knoblauch
Ingwer (Wir haben Pulver verwendet, da wir keinen frischen mehr da hatten )
Curry
Kurkuma(Gelbwurz)
2 Äpfel
2 Zwiebeln
3 Kartoffeln
2 Karotten
3 Tomaten
500g Rindfleisch
Und eine Brise Garam Masala (hierzu gleich mehr)

Wir können leider keine genauen Mengenangaben machen, da wir die Zutaten Pi mal gewählt und das Ganze dann gekocht haben. Natürlich kann man das Rezept auf seine Vorlieben, wie zum Beispiel mehr Fleisch, anpassen.

Nachdem die Zutaten geklärt sind, geht die Geschichte weiter, denn Tajio  erinnert sich an ein paar Dinge:
Tajio: „Die Basis für ein Currygericht sind Weizenmehl, Brühe und andere Zutaten und das Geheimnis daran ist ein delikates Currypulver“
Sanji: „Soweit ich es riechen kann, haben sie ein vorbereitetes Currypulver mit Garam Masala vermischt und einkochen lassen“


Garam Masala ist eine asiatische Gewürzmischung, die gerade in Indien viel genutzt wird und dabei regional sehr unterschiedlich sein kann. Ich misch sie mir meist aus folgenden Gewürzen selbst zusammen:
2 Zimtstangen
40g Kreuzkümmel
25g Koriander
20g Kardamon
20g Schwarzer Pfeffer
15g Gewürznelken
15g Muskat

Die Gewürze werden in einem Mörser zerstoßen…


…in einer Pfanne angeröstet und dann warm in einem Einmachglas gelagert


In der Folge sieht man, dass die Gewürze dampfen wenn Tajio sie vorbereitet. Wir haben sie danach erst erhitzt.
Tajio: „Sehr schön! Die Boullion ist super geworden und genügend reduziert. Nun kann ich mich um die Zutaten kümmern. Zuerst werde ich das Fleisch (Rind) klein schneiden“.
Sanji: „Es gibt Rindfleisch-Currygerichte bei denen das Fleisch vorher angebraten wird, doch dann schließen sich die Poren und der Bratensaft kann nicht mehr so gut austreten. Aber dieser Geschmack lässt eher darauf schließen, dass das Fleisch mit den anderen Zutaten in der Boullion gegart wurde“


Tajio erinnert sich, das sein Küchenchef ihm mal gesagt hat, dass man sich beim Kochen Zeit nehmen sollte. Er legt das Fleisch in Buttermilch, Knoblauch, Ingwer und Gelbwurz (Kurkuma) ein und knetet es durch.


Dann kocht Tajio die Tomaten um die Haut schälen zu können und schneidet das Gemüse:

Diesen Vorgang nennt man Blanchieren. Er kocht also Tomaten-Concassée. Dazu wird in einem Topf Wasser erhitzt, es darf aber nicht sprudelnd kochen. Die Tomaten werden auf der Unterseite x-förmig eingeritzt:

Dann kommen sie für 3 Minuten in das Wasser:




Danach in Kaltes Wasser um sie abzuschrecken


Als Nächstes werden sie geschält.


So sieht das Ganze dann aus:



Danach schält man das Innenleben der Tomaten entweder mit einem Löffel oder Messer aus:



Hier die vorbereiteten Zutaten:




Als nächstes schwitzt der Küchenjunge die Zwiebeln goldbraun an:

Danach schwitzt er in etwas Öl Mehl an (Das nennt man eine Mehlschwitze, damit kann man Soßen und Suppen andicken) und verfeinert es mit Curry und dem Garam Masala:


Tajio: „Nun kommt alles zusammen in einen Topf, die Boullion dazu, ein paar Tomaten,  die angebräuten Zwiebelchen und das marinierte Fleisch“



Das Curry muss nun Kochen (wir haben es circa 30 Minuten köcheln lassen). Als Tajio probiert meint er: „Oh nein!!! Das schmeckt ja nach gar nichts! Ich kriege es einfach nicht hin, ich hab´s mir doch gedacht“.
Sanji beißt dann in einen Apfel um Tajio daran zu erinnern, dass ein Apfel durch seine Süße das Aroma abrundet. Daraufhin erinnert er sich auch wie sein Küchenchef einen in das Curry gerieben hat.


Tajio bedankt sich dann bei Sanji und meint, dass er ihm durch die ständigen „Ablenkungen“ nur helfen wollte. Das Curry wird letztendlich den Marinecaptains serviert, denen es sehr gut schmeckt.

Wir haben in das Curry einfach 2 Äpfel gerieben und es dann nochmal 20 Minuten kochen lassen. Wir empfehlen das Curry auch noch mit etwas Salz, Garam Masala und Currygewürz abzuschmecken. Wenn eure Äpfel nicht süß genug sind, könnt ihr auch ein wenig Zucker oder besser Ananassaft dazugeben. Und so wünschen wir, Sanji und Tajio eine guten Appetit !